Mit Martha Müller-Grählert allerwägens ünnerwägens

Die Siegerinnen


Sieg der 11d beim plattdeutschen Regional- und Landeswettbewerb
(Text und Foto: K. Studier)

„Wo de Ostseewellen trecken an den Strand,
Wo de gäle Ginster bläuht in ’n Dünensand,
Wo de Möwen schriegen grell in ’t Stormgebrus,
Dor is miene Heimåt, dor bün ik tau Hus.“

Die Eingangsverse des Gedichtes „Miene Heimåt“ von Martha Müller-Grählert (1876-1939) sind ebenso wie die Vertonung, das Ostseewellen-Lied, vielen Menschen bekannt. Doch kaum einer weiß etwas über das von Höhen und Tiefen geprägte Leben der niederdeutschen Dichterin – oder doch!?

Genau dieser Frage widmet sich der Videobeitrag, den die Profilklasse 11d für den Plattdeutschwettbewerb des Landes M-V 2026 im Niederdeutschunterricht entwickelte. Der Wettbewerb stand anlässlich des diesjährigen Jubiläumsjahres unter dem Motto „Plattdüütsch allerwägens ünnerwägens – 150 Johr Martha Müller-Grählert“. Die fünf Profilschülerinnen befassten sich deswegen intensiv mit dem Leben der Heimatdichterin, suchten die interessantesten Fakten heraus und entwickelten eine niederdeutsche Textgrundlage für ihren Videodreh.

Den roten Faden der Handlung bildet die Wette, dass mindestens 3 Personen an der Schule gefunden werden müssen, die Martha Müller-Grählert kennen. In mehreren kurzen Episoden werden dann Menschen befragt, die zum Teil sogar etwas über das Leben und das Werk der Dichterin erzählen können. Kurzweilig gestalten sich dabei die informativen Beiträge. Am Ende darf die Verliererin der Wette ihr Geld behalten und man ist sich darüber einig:
„Man gaut, dat wi hüt allerwägens mit de Frågen œwer Martha Müller-Grählert ünnerwägens wäst sünd. So hebben wi ok ‘n lütt bäten dorför sorcht, dat sei nich vergäten ward.“

Mit Eifer, Engagement und Kråsch (Tatkraft) lernten die Elftklässlerinnen ihre Texte auswendig, sammelten Requisiten, probten und verwandelten so ihre Ideen in einen unterhaltsamen und lehrreichen Wettbewerbsbeitrag.

Die Anstrengungen zahlten sich aus: Das Video zeige, wie lebendig die plattdeutsche Sprache sein kann, hieß es in der Rückmeldung der Jury. Die 11d gewann mit ihrem Beitrag sowohl den Regionalwettbewerb als auch das Landesfinale des Plattdeutschwettbewerbes. Damit sind Preisgelder für die Förderung der niederdeutschen Sprache an unserer Schule verbunden.

Wi gralieren de Plattdüütschklass 11 von Harten tau dissen Erfolg!

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