Jahrgangsstufe 9 zu Gast im Forschungswald Drönnewitz

Ein Blick zurück: Projekttag im Forschungswald Drönnewitz

Hornklänge, Bäume und ein Kran im Wald!? Unser Tag als Waldforscherinnen und Waldforscher
24. Juni 2026, 8:00 bis 13:00 Uhr, Forschungswald bei Drönnewitz

Stell dir vor: Du stehst mitten im Wald neben dir ragt ein gewaltiger Kran in die Baumkronen – und plötzlich ertönt ein Hornruf. Zeit, die Station zu wechseln!

Genau das erlebten mehr als 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9, am 24. Juni 2026 beim Projekttag im Forschungswald bei Drönnewitz.

Eingeladen und vollständig finanziert - ein echtes Geschenk! - hatte die Landesforstanstalt Mecklenburg-Vorpommern (Landesforst MV) im Rahmen des Forschungsprojekts FeMoPhys, das untersucht, wie Wälder auf den Klimawandel reagieren.

Besonders beeindruckend war der 45 Meter hohe Drehkran, der den Forschenden direkten Zugang zu den Baumkronen ermöglicht.

Aufgeteilt in zwei Gruppen erkundeten wir nach einer Einführung von Herrn Dr. Thurm die Forschungsstationen des Projekts FeMoPhys:

Station - Baumringe und Lebensalter (Landesforst MV)
Wie alt ist dieser Baum? Wir versuchten es zu erraten – und lernten dabei, wie Jahresringe entstehen und was sie über das Leben eines Baumes verraten: gute Jahre, Trockensommer, Schädlingsbefall.

Station – Schmecken, was im Baum steckt (Landeskompetenzzentrum Forst Eberswalde)
Eine ganz besondere Station: Hier durften wir tatsächlich Zellinhaltsstoffe kosten – Glukose, Tannine, Stärke. Was süß, bitter oder mehlig schmeckt, hat im Baum eine wichtige Funktion als Energiespeicher oder Schutzstoff gegen Fressfeinde.

Station – Baumphysiologie und Sensor-Monitoring (Universität Greifswald)
Bäume kommunizieren – nur eben sehr leise. Forschende der Universität Greifswald zeigten uns, wie winzige Sensoren direkt am Baum Wasserfluss, Temperatur und andere physiologische Prozesse in Echtzeit messen und aufzeichnen.

Station – Spektralanalyse von Laubblättern (Technische Universität Berlin)
Was verrät das Licht über einen Baum? Die TU Berlin nutzt spezielle Kameras, die Licht in viele Wellenlängen aufteilen – sogenannte Hyperspektralkameras. Damit lässt sich erkennen, ob ein Blatt gestresst ist, noch bevor wir es mit bloßem Auge sehen könnten.

Abschließend konnte das neue Wissen durch ein Quiz von Herrn Dr. Thurm bewiesen werden.

Echte wissenschaftliche Methoden konnten selbst erlebt werden oder wurden ausführlich von Profis erläutert. Genau das war auch das Ziel der Veranstalter: Wissenschaft soll nicht abstrakt bleiben, sondern für junge Menschen greifbar, verständlich – und vielleicht sogar ein bisschen lecker sein.

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