Geschichte erfahren – Erinnerung bewahren

Studienfahrt nach Auschwitz – Ein gutes Maß zwischen Ernst und Freude

(Text: C. Hoffmann)

Für einen Teil unserer Schüler der 11. Klasse ging es in der letzten Schulwoche des Schuljahres 2025/26 auf Studienfahrt nach Auschwitz. Diese Fahrt war eine besondere Erfahrung, die mehr vermittelte, als das, was man im Unterricht gelernt hat. Die genauen Einblicke in die damalige Zeit brachten bedrückende Emotionen und grausame Gedanken hervor. Dies hat die Sichtweise von uns Schülern noch einmal erweitert. Jedoch war die Fahrt nicht nur von bedrückender Stimmung begleitet. Das tägliche Reflektieren zusammen in der Gruppe und mit unserer Reiseleiterin hat beim Verarbeiten der Emotionen geholfen und abends wurden Karten gespielt, gemütlich im Whirlpool entspannt oder es wurde einfach erzählt und auch gelacht.

Am Tag der Anreise haben wir als Gruppe darüber gesprochen, wie wir uns das Konzentrationslager vorstellen. Auch die Namensgebung von Auschwitz und Oswiecim haben wir geklärt. Am zweiten Tag besuchten wir das Museum der Einwohner von Oswiecim, wo man sehen konnte, dass die Einwohner den Menschen in den Konzentrationslagern geholfen haben, indem sie Essen, Medikamente oder andere Dinge hineinschmuggelten. Sehr spannend war auch, dass Kinder involviert waren, weil diese weniger kontrolliert wurden.

Nach dem Museum waren wir in einer Kunstausstellung eines ehemaligen Häftlings. Dieser überlebte Auschwitz und malte Jahre nach der Befreiung aus seinen Albträumen heraus Bilder, die den Alltag in einem KZ widerspiegelten. Die Bilder zeigten uns deutlich, wie brutal und unvorstellbar das Leben in Auschwitz war. Unsere Gedanken zu der Kunstausstellung und dem Museum haben wir abends wieder zusammen mit den Lehrern und der Reiseleiterin ausgetauscht.

Am dritten Tag ging es nach Krakau, wo wir viel über das jüdische Leben erfahren haben. Zum einen waren wir in einem jüdischen Viertel, wo wir uns eine Synagoge und einen jüdischen Friedhof angeschaut haben. Weiter durch das jüdische Ghetto ging es zur Fabrik von Oskar Schindler und man sah Porträts von den Personen, die auf Schindlers Liste standen. Zum Abendessen waren wir in einem jüdischen Restaurant mit jüdischen Spezialitäten und Livemusik.

Am letzten Tag vor der Abreise ging es für uns zuerst in das Stammlager Auschwitz, wo man Schuhe, Kleidung, Koffer, Haare und andere persönliche Dinge der Häftlinge sehen konnte. Auch persönliche Dokumente und Bilder der Häftlinge waren zu sehen. Die Gaskammer, die Kratzspuren an den Wänden hatte, war sehr beängstigend und bedrückend.

Danach ging es nach Auschwitz-Birkenau. Dort wurde man direkt von der Größe des Lagers erschlagen. Die zerstörten Krematorien und die restlich erhaltenen Blöcke waren interessant anzusehen. Am Denkmal vor Ort hinterließ jeder Schüler eine weiße Rose als Gedenken an die damalige Zeit. Die Reflexion am Abend über den Tag und die gesamte Woche hat allen gezeigt, wie viel wir dazugelernt hatten.

Über die Studienfahrt lässt sich sagen, dass sie sehr lehrreich und interessant war. Die Eindrücke der Gedenkstätte waren bedrückend. Gleichzeitig gab es auch viele schöne und unterhaltsame Momente am Abend, in denen wir gemeinsam eine gute Zeit verbracht haben. Gerade diese Mischung aus ernsten Momenten und gemeinsamen Erlebnissen hat die Fahrt zu etwas Besonderem gemacht.

Am Ende waren sich alle einig, dass die Fahrt anders und letztlich auch besser war, als im Vorfeld erwartet.

Lieben Dank an Frau Johns und Herrn Graf, die diese Fahrt organisiert und begleitet haben.

Zurück

Neueste Beiträge

Neues Leben zwischen den Regalen

Wiedereröffnung der Schulbibliothek

(Text und Bilder: B. Mehlhorn)

Im Erdgeschoss unserer Schule gibt es einen geheimnisvollen Raum aus Glaswänden, der eine Schulbibliothek sein soll. Von 2015-2020 fanden dort regelmäßige Öffnungszeiten statt, es wurden Bücher ausgeliehen, Hausaufgaben angefertigt oder in der Pause in der kleinen Leseecke entspannt. Seit einigen Jahren aber fristete der Raum eher sein Dasein als Bücherzoo - von außen angucken, aber nicht begehen. Die personellen Ressourcen fehlten. Dieses Jahr wurde ein neuer Anlauf unternommen, die Bibliothek wieder dauerhaft nutzbar zu machen.

Weiterlesen …

Abschlusskonzert in der Seemannskirche Prerow 2026

Abschlusskonzert in der Seemannskirche Prerow 2026               

(Text: D. Irmer)

Seit vielen Jahren gestaltet der Jugendchor unserer Einrichtung im späten Frühjahr sein Abschlusskonzert in der Seemannskirche Prerow. Pastoren und Chorleiter wechselten und trotzdem blieb dieser enge Kontakt zwischen unserer Schule und der Kirchengemeinde stabil. Inzwischen ist das Konzert des Jugendchores ein fester Bestandteil im Konzertplan der Seemannskirche.

Weiterlesen …

AG „JuHu“ bei „Jugend im Landtag on Tour“

Kurz vor Pfingsten machten sich sechs Schülerinnen und Schüler der AG „JuHu“ zusammen mit Frau Weitschat und Herrn Koch auf den Weg nach Greifswald. In der Straze hatten sich nämlich im Rahmen der Veranstaltung „Jugend im Landtag on Tour“ Landtagsabgeordnete angekündigt, die mit Schülerinnen und Schülern aus verschiedensten Schulen zu unterschiedlichen Themen ins Gespräch wollten.

Weiterlesen …

Goethe geht unter? Schon wieder nicht!

„Kutterrudern – eine neue Tradition?“
Text: H. Graf

Vor einem Jahr stellten wir uns die Frage: „Kutterrudern – eine neue Tradition?“ Damals wagten wir uns als einziges Jugendteam ins Rennen, überraschten mit Platz 7 und bewiesen, dass man auch mit wenig Erfahrung und viel Teamgeist einiges bewegen kann. Nun, ein Jahr später, standen wir wieder an der Peene. Und eines kann vorweggenommen werden: Der Teamname „Goethe geht unter“ bleibt weiterhin eine reine Drohung.

Weiterlesen …

16.06.26 Combo & Friends 2026 – Die Fortsetzung eines Abends, der noch nachklingt

Wenn Musik länger bleibt als der letzte Ton

Wer im vergangenen Jahr bei Combo & Friends 2025 dabei war, erinnert sich vielleicht an die eigentliche Herausforderung des Abends: dem Wunsch zu widerstehen, bei „Sway“ selbst ins Schwingen zu geraten. Das gelang bekanntlich nur wenigen. Zwischen Big Band, Poetry, eigenen Songs und musikalischen Überraschungen wurde aus einem Konzert ein Abend, der noch lange nach dem letzten Ton nachschwang.

Weiterlesen …

Großer Erfolg beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2026

Großer Erfolg


Beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ 2026 in München und Regensburg erreichte sie gemeinsam mit ihrem Hornquartett in der Kategorie Kammermusik für Blasinstrumente (gleiche Blechblasinstrumente) hervorragende 22 Punkte und einen 2. Preis.

Die gesamte Schulgemeinschaft gratuliert herzlich zu dieser starken musikalischen Leistung und diesem großartigen Erfolg auf Bundesebene.

Weiterlesen …