Combo & Friends 2026 – Akte D.I.

Text and Fotos: A. Trunk

Combo & Friends 2026 - Mit streng geheimem zweiten Teil

In den Hauptrollen dieses Abends:

D. Irmer als Institution des schulischen Musiklebens,
M. Koch als Motor der Schulgemeinschaft und Meister der leisen Organisation,
K. Studier als Rampenlicht-Skeptikerin mit bemerkenswerten Bühnenauftritten,
K. Stoll als gute Fee des Musikgymnasiums.

Nach einer wahren Geschichte. Teilweise streng geheim. Nicht als Verabschiedung klassifiziert.

Damit niemand den Überblick verliert

Emma Stubbe führte mit viel Charme, Humor und großer Souveränität durch den Abend. Dabei gelang ihr das Kunststück, für jeden Programmpunkt genau den richtigen Ton zu treffen – keine Selbstverständlichkeit bei einem Abend, der offiziell etwas ganz anderes war.

Offiziell keine Verabschiedung

Mit Wake Me Up When September Ends eröffnete die Combo den Abend. Von Beginn an galt dabei eine wichtige Regel: Das Wort „Verabschiedung“ war auf ausdrücklichen Wunsch von Organisator M. Koch tabu. So entwickelte sich der Abend offiziell nicht zu einer Verabschiedung, sondern zu einer bemerkenswerten Häufung musikalischer Beiträge, persönlicher Erinnerungen und überraschender Wiedersehen – die sich rein zufällig alle um Dietrich Irmer drehten.

Als Solistin von Enjoy the Silence zeigte Erna Fennert eindrucksvoll, warum man ihr lieber zuhört, als die Stille zu genießen.

Lara Dieckmann und Alisar Alabdullah beeindruckten mit selbst verfassten Texten, die durch Kreativität, persönliche Gedanken und sprachliches Feingefühl überzeugten.

Kiara Kröger entschied sich an diesem Abend gegen das klassische Konzept des Vorlesens. Stattdessen nahm sie ihr Publikum mit auf eine Reise durch ihren Text und band die Zuhörerinnen und Zuhörer so selbstverständlich an sich, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Wer in diesem Moment gedanklich abschweifen wollte, hatte dazu praktisch keine Chance.

Wo Worte länger nachklingen

Martha Köpnick gelang mit ihrem Vortrag von „Fru Einsamkeit“ ein besonders bewegender Moment des Abends. Mit großer Ausdruckskraft ließ sie die tiefe Melancholie des Gedichts lebendig werden und machte spürbar, wie eng die Verse mit dem Schicksal ihrer Verfasserin, Martha Müller-Grählert, verbunden sind.

Mit „Schöne Tieden“ zeigten Hayden Meinhardt und Lia Berner, dass das Niederdeutsche am Goethegymnasium in besten Händen ist. Frau Studier arbeitet seit Jahren mit großer Leidenschaft daran – und an diesem Abend gab es erfreulich viele Hinweise darauf, dass ihrer Herzensangelegenheit tatsächlich schöne Tieden bevorstehen.

Für einige Minuten Richtung Süden

Bei „Bella Napoli“ verwandelte die Combo die Aula für einige Minuten in eine ausgesprochen norddeutsche Version Italiens. Der Wunsch nach tänzerischer Beteiligung stieß dabei durchaus auf Resonanz.

Die Sache mit dem Weltschmerz

Frau Studier tritt nur selten ins Rampenlicht – und wenn doch, dann aus gutem Grund. Gemeinsam mit Herrn Koch machte sie "Ain't no sunshine" zu einem der charmantesten Momente des Konzerts.

Die üblichen Verdächtigen: Big Band in Bestform

Die Big Band unter Dietrich Irmers Leitung servierte mit How High the Moon, Back Home und Chameleon drei musikalische Highlights, die eindrucksvoll belegten, dass Swing, Groove und Spielfreude am Goethegymnasium seit vielen Jahren ein Zuhause haben.

Der Fotograf weiß zu viel

„Hey Jude“ entwickelte sich schnell zu mehr als einem Musikstück. Herr Koch zeigte dabei vollen Körpereinsatz und eine Begeisterung, die weit über die übliche Konzertetikette hinausging. Dass der Schulfotograf diese Momente festgehalten hat, ist gesichert. Ob die Fotos jemals veröffentlicht werden, gehört derzeit zu den bestgehüteten Geheimnissen des Abends.

Operation All-Star-Big-Band

Mit dem Ende des offiziellen Konzertprogramms war der Abend noch lange nicht vorbei. Hinter den Kulissen hatte Martin Koch eine organisatorische Meisterleistung vollbracht. In aller Stille stellte er eine All-Star-Big-Band aus ehemaligen Wegbegleitern, Freunden und musikalischen Weggefährten zusammen – selbstverständlich mit einem Platz für Dietrich Irmer an der Posaune. Sogar die legendäre Klenzer Blamu fand an diesem Abend den Weg in die Aula.

Die vielleicht größte Leistung gelang Herrn Koch jedoch abseits der Musik. Mit bemerkenswerter Diskretion organisierte er, dass sich die Familie Irmer unbemerkt in die Aula schleichen konnte, um die Ehrung mitzuerleben. Ein Vorhaben, das ungefähr so einfach ist wie ein Überraschungsauftritt einer Big Band ohne Instrumente.

Die Überraschung, die offiziell niemand geplant hatte

Als schließlich sichtbar wurde, wer alles gekommen war und wie viele Menschen diesen Abend mitgestaltet hatten, wurde es auch für Dietrich Irmer schwer, die gewohnte Dirigentenhaltung aufrechtzuerhalten.

Die Reaktion von Dietrich Irmer können Sie sich vermutlich vorstellen. Falls nicht: Stellen Sie sich einen Menschen vor, der jahrzehntelang andere mit Musik bewegt hat – und plötzlich feststellen muss, wie viele Menschen sich auf den Weg machen, um genau das für ihn zu tun.

Aus bekannten Gründen

Es gäbe noch so viel zu berichten.

Über die Überraschungen.
Über die Begegnungen.
Über die Musik.
Über die vielen Menschen, die diesen Abend möglich gemacht haben.

Der Autor dieses Berichts war bestens vorbereitet. Stift und Notizblock lagen bereit.

Dann spielte die Big Band „Sway“.

An dieser Stelle endet der Bericht daher abrupt.
Aus bekannten Gründen.
Der Autor war nicht mehr in der Lage, seiner journalistischen Verantwortung nachzukommen.
Er war beschäftigt.
Mit Swayen….

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